Manu-fit

>Systemische Osteopathie< 

Bewegungsapparat

Die Quelle sind Störungen des Beckens

Das Konzept Manu-fit geht davon aus, dass die Probleme des ganzen Bewegungsapparates vom Becken bestimmt werden.

Das Becken nimmt nicht nur die Kräfte der Beine, der Wirbelsäule und der Muskeln, welche an den Beckenknochen befestigt sind, von allen Richtungen auf sondern muss sie auch abfedern können. Es gibt 8 Federungsrichtungen und dazu jeweils 2 Möglichkeiten.

Die Federung kann einseitig eingeschränkt sein. Die Störungen kommen in unterschiedlicher Zahl und Kombinationen vor. In der Summe steht das Becken damit schief und wird starrer.




Auswirkungen auf die Wirbelsäule und den Brustkorb.



Auf die Wirbelsäule wirkt die Störungen des Beckens so, wie wenn sie auf einem schiefen Tisch stünde. Der Mensch würde umfallen, wenn es die Wirbelsäule nicht ausgleichen würde. Dieses wir nun zum vorrangigen Ziel und zur Übergeordneten Aufgabe des Körpers. Er macht es nicht plump, sodass man schief und krumm aussieht, sondern er löst es mit mehreren kleinen gegengerichteten Schwingungen so elegant, dass man von Außen nahezu nichts wahrnehmen kann.

Die Wirbel haben nun eine veränderte Ausgangslage. Schlimmer ist, dass sich die Asymmetrien unter Bewegung erheblich verstärken.  Darunter leiden die Bandscheiben, da sie asymmetrisch belastet werden und die Gelenke, welche die Wirbel bei der Bewegung führen. Es leiden die Nerven, welche den Rückenmarkskanal verlassen, da sich die Größe der Nervenaustrittsöffnungen verändert.

Auswirkung auf die Wirbelsäule bei der Linksverschiebung und Linksdrehung des Beckens


Haltearbeit der Rückenmuskulatur ist ohne diese Störungen im Stand nicht erforderlich, da die Vorderlastigkeit des Körpers durch die S-Form ausgeglichen wird. Sind solche Störungen vorhanden ist der Einsatz der Muskulatur erforderlich, um die Statik aufrecht zu erhalten und die Bewegung der Wirbel zu führen. D.h. alle Bewegungen stehen unter einem hohem Druck.

Da die Wirbelsäule statischen und ökonomischen Gesetzen folgt, pflanzen sich die Störmuster bis zum Kopf in mathematischer Genauigkeit fort. Bei fast allen Störungen finden wir an der Wirbelsäule 4 Regionen mit jeweils wechselnden Befund.

Da die Brustwirbel die Rippen mitnehmen, ändert sich die Form des Brustkorbes. Alle Rippenfehlfunktionen werden an das Brustbein gebracht und verselbständigen sich dort.

In allen Abschnitten der Wirbelsäule und dem Brustkorb finden sie sich deshalb die 8 Störmuster in analoger Form wieder.

Die Wirbelsäule wird steifer und asymmetrisch. Jede Ausgleichsbewegungen der Wirbelsäule ist für sich alleine betrachtet klein. Sie liegen alle über einander.  Der Weichteilmantel von Muskels und Bindegewebe verdeckt die Veränderungen.  Bei der äußeren Betrachtung des Körpers ist davon nahezu nichts zu erkennen.

Auswirkungen auf die Arme.

Der Schultergürtel sitzt auf dem Brustkorb, wie eine Kappe. Der verformte Brustkorb nimmt den Schultergürtel mit. Um den Schultergürtel gerade aus zurichten nimmt der Schultergürtel eine andere Position ein. 

Die Schultergelenkspfannen verstellen sich dadurch in Höhe und Richtung und die Armbewegungen werden asymmetrisch.  Damit wieder symmetrische Armbewegungen entstehen, müssen alle Gelenke der Arme ein Opfer bringen. 

Es verändern sich an den Armen die Längsachsen, die Achsen der Gelenke, die Zentrierung der Oberarmköpfe in den Pfannen der Schultergelenke, die Zugrichtung der Sehnen, welche die Bewegung führen und Zugrichtung der Bänder, welche die Bewegung der Gelenke beenden.

Nach einer gewissen Zeit behalten alle Gelenke die Veränderungen bei. Sie können dort vielfältige lokale Probleme erzeugen.

Die Positionsveränderung des Schultergürtels, die Einschränkung und die Asymmetrie der Armgelenke bringen nun verfrühte und einseitige Kräfte an die Wirbelsäule. Sie schützt sich indem sie sich steif macht. Etwa  2/3 der Bewegungseinschränkungen der oberen Wirbelsäule werden dadurch erzeugt.

Auswirkungen auf die Beine.

Der Beckenschiefstand beeinflusst direkt die Höhe und Richtung der Hüftgelenkspfannen, sodass die Beine unterschiedlich lang werden und die Füße nicht mehr gerade ausgerichtet sind.

Um den Gang nicht zu beeinträchtigen, gleichen alle Gelenke der Beine die Asymmetrie aus. 

Wiederum verändern sich die Längsachsen, die Achsen der Gelenke, die Zentrierung der Hüftpfannen, die Zugrichtung der Sehnen, welche die Bewegung führen und Zugrichtung der Bänder, welche die Bewegung der Gelenke beenden, Muskeln, welche die Bewegung führen. Ihre Bewegungsmuster verändern sich und sind für lokale Probleme verantwortlich.

Auch sie verselbständigen sich. Deshalb sind sie auch noch nach der Behandlung des Beckens vorhanden. Da sie zu einem unrunden Gang führen, wirken sie negativ auf das Becken zurück und gefährden das Behandlungsergebnis des Beckens.

Alle 8 Störmuster treten in analoger Form an jedem Gelenk auf.